Ein Mandant — nennen wir ihn Herrn K. — bat mich 1998 um eine Struktur, die „so unsichtbar wie möglich" sein sollte.
Ich verstand, was er meinte. Er wollte keine Schlagzeilen. Keine neugierigen Fragen bei der Hausbank. Keine Komplikationen beim Grenzübertritt.
Ich baute ihm eine Struktur. Schweizer AG, Kanton Schwyz, minimales Kapital, einzelner Direktor — ich selbst.
Zwanzig Jahre später rief sein Sohn an. Er wollte die Struktur „modernisieren" — FATCA-konform machen, eine zweite Bankbeziehung aufbauen, die AG für eine Familienstiftung öffnen.
Er sagte einen Satz, den ich nie vergessen habe:
„Mein Vater hat gut gewählt. Die Struktur steht noch."
Das ist das Ziel. Nicht Steueroptimierung. Nicht maximale Diskretion um jeden Preis. Sondern eine Struktur, die in zwanzig Jahren noch steht — die für Kinder und Enkel nutzbar ist, die compliant bleibt wenn Gesetze sich ändern, die eine Privatbank nicht zum Schliessen von Konten veranlasst.
Heute würde Herr K. seine Anfrage anders formulieren. Nicht „unsichtbar" — sondern „compliant und diskret". Das ist kein Widerspruch.
Was sich seit 1998 verändert hat: Die Dokumentation. Was sich nicht verändert hat: Die Frage hinter der Frage. Jeder Mandant, der eine Schweizer AG will, will dasselbe: Sicherheit. Kontinuität. Verlässlichkeit.
Das kostet Erfahrung.
Im Dezember werde ich 80.
Wenn Sie für Ihre Mandanten gelegentlich einen Schweizer Ausführungspartner mit fünfzig Jahren Erfahrung brauchen — ich antworte persönlich.