Ich habe 1976 meine erste Schweizer AG für einen internationalen Mandanten strukturiert.
Die Fragen, die er stellte, sind heute dieselben. Was hat sich verändert, ist die Komplexität der Antworten.
1976 war die Welt einfacher: Kanton Schwyz, tiefe Steuern, Schweizer Bank, Diskretion. Fertig.
Heute kommt dieselbe Anfrage mit sieben Anhängen, einem CRS-Formular, FATCA-Zertifizierung, einem Compliance-Fragebogen der Hausbank und dem Hinweis, dass der Mandant "demnächst nach Portugal zieht, vielleicht auch Dubai, oder beides".
Ich beantworte diese Anfragen noch immer persönlich.
Was sich in 50 Jahren nicht verändert hat: Die Kernfrage ist immer dieselbe. Ein Mensch — oder eine Familie — besitzt Vermögen über Grenzen hinweg. Er braucht eine Struktur, die in zehn Jahren noch steht. Die für seine Kinder funktioniert. Die eine Schweizer Privatbank öffnet, nicht schliesst. Die bei einem Steuerprüfer in Frankfurt oder Singapur nicht zu Fragen führt, die er nicht beantworten kann.
Diese Struktur ist meistens eine Schweizer AG.
Nicht weil sie exotisch ist. Sondern weil sie langweilig ist — im besten Sinne. Onshore. Anerkannt. Stabil.
Ich strukturiere noch. Im Dezember werde ich 80.
Das ist kein Ruhestands-Hinweis. Das ist ein Hinweis darauf, dass ich 1976 Dinge gesehen habe, die heute als "neu" beschrieben werden — und dass Erfahrung sich nicht in Datenbanken speichern lässt.
Wenn Sie in der internationalen Private-Wealth-Praxis tätig sind und gelegentlich einen Schweizer Ausführungspartner brauchen: Ich antworte persönlich.